SELF
Videoanimation, 8 min, Full HD
, 5.1
Sound: Constantin Popp
2015

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Körpers: Zart und gleichzeitig äußerst robust, muss sie mehrere Funktionen von der Ausscheidung bis zur Nährstoffspeicherung erfüllen. Obwohl man sich ihrer auf metaphorischer Ebene oft zu entledigen hofft, dient sie gleichzeitig als Trägerin von Identität, die beschrieben, markiert, verändert werden kann. Sie ist also mehr als nur Hülle, mehr als Grenze zwischen Innen und Außen, (nicht nur) in Larchers Video ist sie "selbst".
Eine lakonisch-analytische Kamerafahrt zeigt sie zu Beginn in Großaufnahme: Poren, feine Härchen, ein Geflecht aus blauen Adern, die durch die zarte Membran durchscheinen. Details ergeben in weiterer Folge ein Ganzes, man glaubt, Hals, Achsel und Oberarm zu erkennen. Hier wird noch ein Innen suggeriert, um das sich diese Haut spannt. Doch plötzlich ergeben sich "falsche" Verlängerungen, "unmögliche" Ausdehnungen und Überlagerungen. Die Grenze zwischen Innen und Außen wird sukzessive aufgelöst und mündet in einer "Verflüssigung" des Bildes, in dessen Unschärfe sich rosa Massen vervielfältigen und Höhlen ausstülpen bis die Kamera wieder zum Anfang zurückkehrt.

Bild: Gerhard Klocker; Text: Claudia Slanar

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